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Sicherheitsmanagement

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Sicherheitsmanagement


Durch Erlass des Hessischen Ministeriums der Justiz vom 29.04.08 gibt es seit dem 01.10.08 in Hessen als gesondertes Sachgebiet innerhalb der Bewährungshilfe das Sicherheitsmanagement. (kurz: SIMA)

Von SIMA werden seither alle Sexualstraftäter in Hessen betreut, die unter Bewährungs- oder Führungsaufsicht stehen. Die Sicherheitsmanager haben ihren Dienstsitz zentral bei den Landgerichten und betreuen von dort aus den gesamten jeweiligen Landgerichtsbezirk.
Jedes Team besteht aus mindestens 2 Bewährungshelfern, von denen eine (r) die Aufgabe des Sachgebietsleiters erfüllt.

Innerhalb des ersten halben Jahres nach Einführung des SIMA wurden Bewährungshelfer und Bewährungshelferinnen in mehrtägigen Fortbildungen speziell für ihre neue Aufgabe geschult.
Sie sind jetzt befähigt, die einzelnen Sexualdelikte und Täter besser einschätzen zu können.
Dadurch können sie Gefahren- und Rückfallsituationen besser erkennen und entsprechend frühzeitig intervenieren.

Mit den Verurteilten werden deliktzentrierte Gespräche geführt. Die Auseinandersetzung mit der Tat und den Tatfolgen bildet einen Schwerpunkt innerhalb der Zusammenarbeit.

Die Arbeit der SIMA ist sowohl innerhalb des Teams, als auch nach außen hin vernetzt. Regelmäßige Teambesprechungen und Fallkonferenzen mit externen Mitarbeitern werden durchgeführt.
Außerdem soll im Einzelfall eine intensive Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt und der Polizei erfolgen.

Bei aus der Haft zu entlassenen Probanden setzt die Betreuung bereits ein halbes Jahr vor Haftende ein.
Zusammen mit der jeweiligen JVA soll eine möglichst optimale Entlassungsvorbereitung stattfinden.

Die Betreuungsdichte ist gegenüber anderen unter Bewährung stehenden Probanden wesentlich höher. Die Probanden werden zu Beginn der Betreuung in Gefährlichkeitskategorien eingeteilt.
Nach ihnen richtet sich die Kontakthäufigkeit. Sie liegt zwischen wöchentlichen Kontakten bei sehr gefährlichen Tätern, über 14tägigen Kontakt, bis hin zu monatlichen Gesprächen bei weniger gefährlichen Tätern, bzw. Probanden, die schon lange problemlos betreut werden. Die Kontakte finden sowohl am Dienstsitz als auch im häuslichen Umfeld des Probanden statt.

   
© LAG Hessen